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Rock im Dorf

Das Rock im Dorf Festival ist schön und gut. Es findet in Schlierbach im Kremstal statt und ist zwar klein, aber schon was Gscheits. Das Lineup ist natürlich Geschmacksfrage, aber es sollte für viele irgendwas interessantes dabei sein.

Das Ambiente ist jedenfalls äußerst charmant. Das Gelände liegt mitten in der Natur, neben der Autobahn. Hinter der Hauptbühne erblickt man ein malerisches Bergpanorama. Die zweite Bühne befindet sich in einer Halle, die zu einem Sägewerk gehört. Da drinnen riecht es bitte nach frisch geschnittenem Holz! Somit ist das Rock im Dorf offiziell das erste Festival, auf dem wir jemals eine positive olfaktorische Überraschung erleben durften. Außerdem wurde mit großer Liebe zum Detail dekoriert. Das finden wir super.

Der erste Spritzer, den wir uns bei der Bar geholt haben, war ausgezeichnet. Die Leute hinter der Bar waren nett und wirkten halbwegs entspannt. Und der Wein hat wirklich gut geschmeckt; vielleicht ein ganz kleines bissl zu trocken, aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Das Wasser hat gut geprickelt und die Temperatur war optimal. Ein Freund, den wir um seine Meinung gebeten haben, meinte, er schmeckt das Wasser zu intensiv raus, das lag aber vielleicht am Mischkonsum. Pro Becher wurde ein Euro Pfand eingehoben. Das Viertel kostete 3,20 und für Preisbewusste gabs große Spritzer für 5 Euro. Preislich also auch oke.

Schön fanden wir, dass man seinen Becherpfand für gute Zwecke spenden konnte, in dem man seinen leeren Becher in einen Spendenmüllsack warf. Aber anscheinend gibts das e bei fast jedem Festival. Es ist auf jeden Fall eine sehr kluge Methode, um an Spendengeld zu kommen, denn wer betrunken und gut gelaunt ist, zeigt sich auch gern wohltätig. Vor allem, wenn es um niedrige einstellige Beträge geht.

Ein bisschen später holten wir uns das nächste Viertel und erlebten, was wir eigentlich schon zuvor erwartet haben: einen normalen Festival-Spritzer. Dieser typische Geschmack nach billigem Dopplerwein, dem der Spritzer seinen Ruf als Grindgetränk verdankt, war jetzt eindeutig da. Zwar nicht schlimmer als meistens bei derartigen Veranstaltungen, aber ein bissl grauslich ist das halt trotzdem. Wasser und Temperatur waren gleich gut wie beim ersten, aber das hilft dann auch nichts mehr.

Die Frage, die wir uns jetzt stellen ist: War das Absicht? Ein ausgefuchster Plan? Wird zuerst guter Wein ausgeschenkt und wenn alle besoffen sind, ein billigerer? Das wär ziemlich clever. Aber auch fies. Auch Angezwitscherte wollen was gutes trinken und Kopfweh vermeiden.

Hier noch ein bissl Atmosphäre, aufgenommen beim Soundcheck von Kreisky.

Spritzer gestern am Rock im Dorf #rid15 #weisserspritzer #instaspritzer #igersinzersdorf

Ein von weisserspritzer.info (@weisserspritzer.info) gepostetes Video am

Spritzer-Bewertung vom Rock im Dorf Festival:

Zusammengefasst nahm der Spritzergenuss zwar zu fortgeschrittener Stunde ab, war aber absolut annehmbar.

Geschmack0

Service0

Atmosphäre0

Preis0

Da trinkt man gerne schon mal 7 Spritzer und der Geschmack wird ja bekanntlich e mit jedem Viertel unwichtiger.

rockimdorf.at
17. bis 18. Juni 2015


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