Das Geschäft beim Apollokino

Wir waren im Apollokino vor ein paar Tagen und sahen einen genialen Film mit Melissa McCarthy names „The Boss“. Alle, die sich mit einer bösartigen, superreichen Frau, die viele lustige Unfälle hat, identifizieren können, wird dieses Meisterwerk in Begeisterungsstürme versetzen. Aber wie bei den meisten Klassikern der Hollywood-Komödie ist es auch hier so, dass die Spaßerfahrung unter dem Einfluss einer gewissen Substanz noch intensiviert werden kann: Spritzer.
Gleich neben dem Apollo, in einer Seitenstraße zur Gumpendorfer gibt es sowas ähnliches wie einen berliner Späti. Es ist aber auch eine Trafik und es gibt eine Fleischbank. Bestimmt holen sich hier viele Leute ihr Knabberzeug fürs Kino, denn in einer Ecke stehen mehrere Regale, die ausschließlich mit Chipspackungen bestückt sind. Hinter einem dieser Regale ist eine Theke versteckt; eine winzige Bar eigentlich. Zwischen den anderen Regalen der Chipsabteilung gibts ein paar Kaffeehaustische und Sessel. „Aha, jetzt samma in da Küch,“ stellte an jenem Abend ein junger Skaterboy fest, der sich beim Bierkauf in diesem Arrangement wiederfand.
Wir hatten noch etwas Zeit bis „The Boss“ mit einer spektakulären ersten Szene beginnen würde, deshalb nahmen wir an einem der kleinen Tische Platz und warteten auf Bedienung. Es kam niemand. War uns e wurscht. Ich bestellte einen Spritzer bei der Fleischbank und holte ein Cola aus dem Kühlregal. Der Mann hinter der Pudl versprühte eine Top-Stimmung und trug einen beeindruckenden Schnurrbart. Ein anderer Herr richtete dann den Spritzer in der kleinen Bar her. Er servierte die Mischung in einem Weinglas mit Stiel und ging dann wieder zurück in den Trafikbereich. Der Spritzer prickelte zwar kaum, der Wein war aber ganz gut.
In Kombination mit der wunderbaren Aussicht durchs Schaufenster mit Blick auf das Apollokino, das Haus des Meeres und die Bushaltestelle direkt vorm Laden und dem Einblick in den Arbeitsalltag des Schnurrbartmannes würd wahrscheinlich alles gut schmecken. So ähnlich läufts hier wahrscheinlich jeden Tag. Jemand will einen Espresso, jemand will Kreuzworträtsel, jemand will Käse, jemand will einen Mozartlikör. Interessant.

Spritzer-Bewertung: Das Geschäft beim Apollokino

2,20 kostet ein Spritzer. Er ist nicht sehr prickelnd, die Atmosphäre aber umso mehr.

Geschmack0

Service0

Atmosphäre0

Preis0

Ich bin nicht sicher, ob es gerne gesehen wird, aber wenn ja, würde ich mir hier ganze sechs Mischungen in die Figur stellen.

Ghbryal Gesellschaft M.b.h.

Kaunitzgasse 1,1060 Wien


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